Hi zusammen,
nachfolgend ein kleiner Auszug aus dem Einladungsschreiben zu unserer Winterausbildung.
Zu beachten ist, daß man den Hund rechtzeitig auf feuchtes Futter umstellt. Wenn die Trockenfutterknacker im Winter dann viel Schnee fressen um an genügend Wasser zu gelangen sind Durchfallbeschwerden die logische Folge. Näturlich könnt Ihr auch literweise Wasser in schweren Thermoskannen auf den Berg schleppen, damit es im Rucksack nicht einfriert.
Die Hunde, die im Winter ein Leibchen brauchen, solltet Ihr lieber zuhause lassen, weil die entweder nicht genügend abgehärtet sind (Spaziergänge bei jedem Wetter), oder zuhause immer in total überheizten Wohnungen rumlungern oder wirklich Weimis oder Dalamatiner sind und für die ist es auch mit Leibchen eine Zumutung, weil sie an den Beinen genauso empfindlich sind und zu Erfrierungen neigen. Naja und einen Podenko oder sonstige südländische Asylanten würde ich auch nicht auf den Berg schleppen. Die haben da genauso wenig verloren wie ein ungeschorener Schnauzer in Afrika.
So, nu viel Spaß beim Strichliste abarbeiten:
Erforderliche Ausrüstung
Bekleidung und Ausrüstung Hundeführer
Zwingend Schneeschuhe oder Tourenskiausrüstung
Hundebox für das Zimmer
2 Paar wasserdichte Berg(wander)schuhe oder Tourenskischuhe
Schuhpflegemittel
Tiefschneegamaschen
der Jahreszeit angepasste Kleidung
2x Warme Kopfbedeckung
2x Skianzug, Gore Tex Bekleidung, o.ä.
Skiunterwäsche
Trainingsanzug/Freizeitbekleidung mit Haus- oder Sportschuhen (für die Hütte)
Handschuhe, wenn möglich 3 Paar (Fäustlinge sind dabei von Vorteil, weil wärmer)
1x Lekis oder Skistöcke mit Schneetellern
Sonnenschutz
Schneebrille oder entsprechende Sonnenbrille
Individuelle Medikamente
Waschzeug (eventuell Badebekleidung)
Personalausweis/Führerschein
Schreibzeug für Theorieunterricht
Schneeketten fürs Auto
(können beim ADAC ausgeliehen werden)
Im Einsatzrucksack (ca. 30 - 40 l Fassungsvermögen) bzw. am Körper
VS Gerät wenn vorhanden
Schneeschaufel
Funkgerät bitte mitbringen falls vorhanden
Erste-Hilfe-Set
Kompass
Taschenmesser
Lawinensonde
Notration Schokolade/Traubenzucker
Taschenlampe/Stirnlampe
Ersatzbatterien
Feuerzeug,
eine Uhr
Biwaksack
Thermosflasche und Teebeutel
Ersatz Handschuhe
„Mosti” und Leckerli
Wasserflasche + Schüssel
Schreibzeug (auch bei tiefen Temperaturen und Feuchtigkeit funktionstüchtig
Koppel (breiter Gürtel) Karabinerhaken
Trillerpfeife
Ausrüstung für den Hund
Internationaler Heimtierausweis
Maulkorb
2 Arbeitsleinen Leder oder Nylon-Gurtband ca. 1,2m lang;
1 Anbindeleine 3m !!!
je 1 Halsband zum Suchen und zur Gehorsamsarbeit
Spielzeug (Mosti); Leckerli
1 Lagerdecke fürs Zimmer
1 Isomatte oder ähnliches für den Schnee, keine Fliesdecken oder sonstiger Müll der sich vollsaugt
Futter-/Wassernäpfe
Futter für 8 Tage
Hirschtalg o.ä. (für die Pfoten);
Augentropfen gegen UV-Strahlung?
Untenstrich markierte Ausrüstungsgegenstände sind nicht Bedingung, lediglich nützliche Option.
Alle anderen Sachen sind ein MUSS.
Wie die Socken, so die Kleidung. Die besten Karten haben die, welche Klamotten mit Funktion in Zwiebelschalentaktik dabei haben. Soll heißen: Unterwäsche aus Funktionsgewebe (gabs um 20 Euro erst bei Tchibo. Gibt’s auch im Sportgeschäft (Unterhemd 40 Euro, lange Unterhose 40 Euro)), Skipullover oder Rolli aus z.B. 100er Funktionsfleece, dünne Fleecejacke (200er Flies) mit Windstopper, Gore-Tex-Jacke (3-Lagen, ohne Futter), Wanderhose aus elastischen Funktions- oder GoreTex-Material.
Das alles 2x zum Wechseln für den nächsten Tag macht so über den Daumen ca. 2.300 Euronen.
Nicht erschrecken, das war lediglich die Beschreibung des Optimums, ohne 2-Lagen-Handschuhe, Mützen und Stiefel.
Funktionsunterwäsche und –socken solltet Ihr jedoch unbedingt haben. Ihr werdet es mir nach 5- 6 Stunden im Schnee danken. Wer mit Baumwollunterwäsche arbeitet, sollte sich im Rucksack ein zweites T-Shirt mit auf den Berg nehmen. Speziell die, wo leicht schwitzen. Dann könnt Ihr nach dem Aufstieg, das nasse Hemd wechseln und mit trockenen warmen Klamotten weiterschaffen.
Funktionsunterwäsche arbeitet jedoch beim Flüssigkeitstransport nur sehr schlecht, wenn ein Baumwollpullover darüber getragen wird, weil die Feuchte in der Baumwolle hängen bleibt und nicht weitertransportiert wird.
Also Fleecepulli ist immer gut.
Socken solltet Ihr für jeden Tag 2 Paar kalkulieren, wobei man Funktionssocken zweimal anziehen kann. Baumwoll- oder Wollsocken ein zweites Mal oder Funktionssocken ein drittes Mal anziehen gibt kalte Füße, da sie wenn feucht (Schweiß oder Wasser) geworden, nicht mehr gescheit heizen. Dann lieber Abends im Handwaschbecken waschen für den übernächsten Tag.
Das war jetzt die kleine Klamottenschule für alle, die nicht dauernd in den Bergen und im Schnee rumlaufen.