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1

Mittwoch, 25. Februar 2004, 16:13

zu aufgedreht, daher lieber futterbestätigung?

ich bin mit meiner 6,5 monate alten groenendael-hündin erst 6 mal bei training gewesen. wir sind also blutige anfänger.
unser problem: mein hund ist sehr aufgedreht, sobald wir in die nähe des übungsgeländes kommen. sofort nach verlassen des autos fängt sie an zu bellen. sie beruhigt sich erst nach ca. 15 minuten. das anfängliche anhetzen haben wir daraufhin eingestellt. auch darf sie erst mit den übungen beginnen, wenn sie sich beruhigt hat.
bis jetzt wurde sie durch Spielen bestätigt. meine frage ist nun, ob ich sie lieber mit futter bestätigen soll, um sie durch das spiel nicht noch mehr hochzufahren? ausserdem wäre ich dankbar über jeden tipp, wie ich meinen hund ruhiger bekomm. ein ausgiebiger spaziergang vor beginn hat da leider keine besserung gebracht.

LiaJosie

Schüler

Beiträge: 63

Beruf: Supply Chain Managerin IS/MS

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2

Dienstag, 9. März 2004, 19:40

Wann

Hallo Timi,

kann es sein, dass sich schon der 1. Fehler bei Deinem Hund eingeschlichen hat ?

Habt Ihr schon mit der Suche begonnen ?

Warum umstellen, was ist dafür der Grund ? Du brauchst Deinen Hund doch nur für ruhiges Verhalten sofern dies erwünscht ist zu bestätigen.

Auch würde ich nicht noch zusätzlich vor dem Training einen langen Auslauf machen, oder willst Du ein Konditionswunder aus Deinem Hund machen ?

Versuch den Hund doch zu Hause mal mit Kopfarbeit wie z.B. eine kleine Hand Leckers in eine Wiese werfen und suche lassen ausgeglichener zu machen oder such verloren Training.

Viele Grüße

Sabrina
Viele Grüße

Sabrina und Banti :-)

Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. (Konrad Adenauer)

3

Donnerstag, 11. März 2004, 10:43

Hallo Timi,

ganz verstehen tue ich deine Frage eigentlich nicht. Du hast dir mit einem Belgier einen lebhaften, "arbeitsgeilen" Hund ausgesucht oder bekommen, der dazu auch noch sehr jung ist. Sei froh um sie!!!! Was hast du denn erwartet als du so einen Hund bekommen hast? einen ruhigen Schosshund?
Bei meiner Mali-Hündin ist es am Anfang ähnlich gewesen. Ich kann dir aber zumindest aus meiner Erfahrung sagen, dass dein Hund schon automatisch ruhiger werden wird.
Diese Tatsache aber als Grund zu nehmen, auf Futter umzustellen, verstehe ich nicht und kann ich auch nicht nachvollziehen. Nicht dass du mich falsch verstehst: ich habe nichts gegen Futter - aus meiner Sicht ist Futter und Spielzeug als Belohnung vom Grundsatz her gleichgewichtig und sollte auf den Hund passen.

Hans

4

Donnerstag, 11. März 2004, 15:47

hallo und danke für eure antworten.

ich bin ja eigentlich froh über die arbeitswut meines hundes. und einen schosshund wollte ich sicher nicht. ich wusste ja vorher, worauf ich mich bei einem belgier einlasse.
nur würde ich gerne vermeiden, dass bei meinem hund durch das training stress entsteht. (zB dauerkläffen im auto, was sich ansatzweise abzeichnet). wenn ich aber das aufgedreht sein als pure freude und lust an der arbeit deuten kann, dann freue ich mich darüber genauso wie mein hund. und wenn sich die überschwenglichkeit mit dem alter von alleine legt, wird man dieser anfangszeit vermutlich irgendwann sogar hinterhertrauern.

das mit dem auslauf davor hab ich mittlerweile schon eingestellt, da es an der hektik des hundes nichts verändert hat. guter einwurf auch, das mit dem konditionswunder. und kopfarbeit zum ausgleich machen wir auch täglich.

die bestätigung durch futter war ein einwand von ausbilderseite (ein gast, den ich daher nicht mehr fragen kann). wobei mir der sinn nicht klar war. daher auch meine frage hier im forum.
mit der suche haben wir mittlerweile (ohne anhetzen) begonnen. und ich bestätige bis jetzt weiterhin mit spielzeug. würde auch gerne dabei bleiben. vielleicht muss ich mich doch mehr auf meine intuition verlassen anstatt mir zu viel gedanken über einen kurzen einwurf von aussen zu machen.

5

Donnerstag, 11. März 2004, 17:56

Ich habe auch einen Belgier. Auch ich habe beim Training häufig das Problem, daß er so "arbeitsgeil" ist, das er kläfft und kreischt. Oft ist er vor lauter Eifer mit dem Kopf schon bei der nächsten Aufgabe und verschusselt die Situation........ Trotzdem liebe ich das Arbeiten mit ihm(natürlich nicht nur das Arbeiten)!

Wir sind dazu übergegangen, den Hund mit der Beute nicht "so hoch"zu holen, er wird, wenn er die Beute hat, oft nur noch gestreichelt, oder es wird mit ihm gelaufen, die Beute nur sehr kurz gezuppelt.

Außerdem darf er erst arbeiten, wenn er wieder auf den Boden zurückgekommen ist. Er muß also langsam mit mir vom Auto zur Arbeit gehen, .... dafür gibt es keinen Befehl und keinen Ärger, ich bleibe einfach nur stehen, wenn er nach vorne schießt und gehe weiter, wenn er wieder an meiner Seite ist, ...... und natürlich ist klar, das Bellen ihm auch nicht weiter hilft.

Wenn er zwischen den Aufgaben manchmal zu hoch dreht, halte ich ihn einfach mal fest: dazu hocke ich mich nieder und schlinge meine Arme um den Hund, und halte ihn einfach nur. Das macht man mit hyperaktiven oder hysterischen Kindern manchmal auch so, .... das hilft wirklich.

Allerdings muß ich sagen, mein Hund ist jetzt 1, 5 Jahre alt, er wird als Bringsler ausgebildet, wir fangen jetzt an mit kleinen Suchen (vorher nur Anzeigenarbeit): ....... ruhiger ist er noch nicht wirklich geworden!!!!!! Wichtig ist, das man sich von seinem Hund nicht anstecken lässt!!!!!

Zuhause, oder im normalen Leben ist er übrigens sehr, sehr ruhig und ausgeglichen! .... Der, der ihn bei der Arbeit gesehen hat, glaubt mir nur nicht!!!

Viel Spaß mit dem Wirbelwind
Bijas

6

Freitag, 12. März 2004, 09:10

Hallo timi,

meine Aussage hinsichtlich des ruhiger werdens war nicht dahingehend zu verstehen, dass der Hund nicht mehr so geil auf Arbeit und so (hyper-)aktiv ist. Vielmehr hat mein Hund verstanden, dass das herumspringen usw. zwar auch schön ist und er es weiterhin beim Spielen, bei Spaziergängen usw. machen kann. Bei der Arbeit hinigegen wird konzentriert und souverän vorgegangen. Ich hatte schon an anderer Stelle erwähnt, dass mein Hund am Anfang bei Suchen wie ein wilder ins Gelände geschossen ist um dann nach ein paar Sekunden erst wirklich mit der Arbeit anzufangen. Ich habe das Problem mit ein paar "Fährteneinheiten" in den Griff bekommen.

Was das Kläffen im Auto angeht, gehen die Meinungen sicher weit auseinander. Manche sagen, dass es nicht schlimm ist und man den Hund in seinem "Trieb" nicht stoppen soll, andere sagen, dass das Auto eher als Ruhepunkt anzusehen ist. Mir persönlich würde es tierisch auf den Senkel gehen, wenn mein Hund die ganze Zeit im Auto kläfft, unabhängig von der Situation.

Sehr gut finde ich deine Einsicht, dich mehr auf dich und deine Intuition verlassen zu wollen. Nach meinen Erfahrungen gibt es eine Menge Leute, die (womöglich) Ahnung von Hunden und deren Ausbildung haben. In vielen Bereichen passt ein Belgier da aber nicht rein. Z.B. werden Belgier häufig, nur weil sie sich noch natürlicher oder wölfischer als andere Hund zeigen, als ängstlich usw. bezeichnet.

Bis dann
Hans

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