Sie sind nicht angemeldet.

21

Dienstag, 1. Juli 2003, 22:10

Hallo Tervi

<<<< Da sie Menschen gegenüber zurückhaltend war(der Nachteil, den sie von der Polizeihundeschule mitgenommen hat), <<<

Das versteh ich nicht, was meinst du damit?

Silvia
Grüße Silvia
Ein Frosch der im Brunnen lebt,
beurteilt das Ausmaß des Himmels
nach dem Brunnenrand.

(Aus der Mongolei)


Westlaekenteam

Tervi

JUH Rettungshunde

Beiträge: 359

Beruf: Steuerfachangestellte

  • Nachricht senden

22

Mittwoch, 2. Juli 2003, 18:54

Hallo Silvia,

ach klar, daß kann man so auch nicht verstehen. Habe ich nicht weiter nachgedacht, als ich das schrieb.

Also, es war so: Der ganze Wurf hatte in den ersten Wochen eine bakterielle Infektion. Sie mußten mehrmals gespritzt werden. Wie mir der Tierpfleger erzählte, kam der Tierarzt in den Zwinger, klemmte sich den Welpen unter den Arm und verpasste ihn eine Spritze. Und das, wie gesagt, mehrmals. Manche haben das besser weggesteckt und manche halt nicht. Anfangs wollte sie gar nicht auf den Arm genommen werden und schreckte zurück, als ich auf sie zuging. Meiner Meinung nach, kommt ihr Verhalten daher. Natürlich ist sie von Natur aus schon zurückhaltend gegenüber Menschen. Da war das Erlebnis natürlich nicht förderlich.

Noch jetzt geht sie einfach an den Menschen vorbei, ohne diesen zu beachten. Selbst wenn er die Kleine ruft und lockt, kann sie ihn ziemlich kalt stehen lassen. Wenn sie die Leute erstmal kennengelernt hat (z.B. die Staffelmitglieder, Familie etc.), freut sie sich auch. Aber sie braucht nicht die Streichel- und Schmusezuwendung wie z.B. mein Tervueren. Der kann den ganzen Tag, 24 Stunden, kuscheln.

Wie ich gerade gesehen habe, hast du auch einen Herder-Mali-Mix. Das ist ja witzig. Wie ist er so? Und woher hast du ihn?

Liebe Grüße
Tervi
Liebe Grüße


Bettina mit Feivel und Raja,
Tabea und Rocky im Herzen


23

Mittwoch, 2. Juli 2003, 20:33

HI!

Es spricht absolut nicht für diese Zucht, denn WElpen, die sehr viel positive Erfahrungen machen, die stecken diesen TA leicht weg.
Gerade eine Polizei-Zuchtsstätte sollte besonderen Wert darauf legen gesunde wesensfeste WElpen aufzuziehen, und wenn deine immer noch Schwierigkeiten mit Leuten hat, obwohl (!!) du so viel mit ihr gearbeitet hast und besonderen Wert darauf gelegt hast, dass sie viel soziale Interaktion hat, dann ist es sehr erschrecklich. :( ( nicht für dich, für die ZUchtstätte)


Robert

24

Mittwoch, 2. Juli 2003, 23:22

Hallo Tervi,

darum meine Frage. Ich habe meine Hündin auch von der LPS und war über deine Aussage mehr als erstaunt. Denn es las sich als wenn polizeilich gezüchteten Hunden eine Scheu vor Menschen beigebracht würde, aber ok.

Ich habe die Aufzucht und den Werdegang der Welpen teilweise mitverfolgen können und habe meine Hündin vor gut 3 Monaten mit nem halben Jahr übernommen.

Elfi ist Menschen gegenüber neutral, freundlich und in der regel auf Ansprache oder Blickkontakt neugierig gesinnt. Hunden gegenüber ist sie absolut verträglich, wenn auch dem ein oder anderen zu hektisch.

Sie ist generell sehr neugierig, erschreckt durch ihre manchmal geistig abwesend wirkende Art, weicht erst aus um sich dann wieder zum Ort des Geschehens vorzuarbeiten, ohne dass sie dafür einen Ansporn benötigt.

Sie ist sehr Füherebezogen und leichtlernig, aber auch ein Wirbelwind, dazu eine absolute Wasserratte und Kamikatze

Zu meinem Border ein ziemlich krasser Gegensatz ;)

Grüße Silvia
Grüße Silvia
Ein Frosch der im Brunnen lebt,
beurteilt das Ausmaß des Himmels
nach dem Brunnenrand.

(Aus der Mongolei)


Westlaekenteam

25

Donnerstag, 3. Juli 2003, 06:39

Hallo Robert,

bevor man über einer Zuchtstätte den Stab bricht, sollte man sich diese erstmal anschauen. Deine Äusserung empfinde ich mehr als unsachlich.

Grüße

Boxer
Grüße
Holmes


Die meisten Leute arbeiten an Eiligen Dingen, nicht an den Wichtigsten
(Donald Rumsfeld)

WestLaekenteam

26

Donnerstag, 3. Juli 2003, 07:19

So etwas muss ich mir nicht ansehen, da reicht mir was ich höre.
Wenn Welpen nur durch Tierarztbesuche so verschreckt werden, das ist nicht ok. Ein guter Züchter gibt dem TA auch Anweisungen, wie er mit den WElpen umgehen soll, wenn er es schon nicht besser weiß, dass er sie vielleicht später noch füttern soll, mit ihenen spielen, sie knuddeln etc, damit sie eben nicht nur diese eine schlechte Begegnung haben mit diesem MEnschen. VIelleicht auch noch der einzige Mensch, der als Fremder zu ihnen kommt.....
Ne, ne, ne, gegen solche Zucht bin ich.

Robert

27

Donnerstag, 3. Juli 2003, 14:12

ich bin nun kein zuchtexperte, aber ich denke nicht, dass diese problem nur von diesem einzigen vorfall kommt.
malis und herder sind beide sehr zurückhaltend was fremde personen angeht, daher denke ich, hätest du vieleicht mehr chancen gehabt,. wenn du den hund schon 4 wochen früher bekommen hättest, bzw in seiner prägungsphase in dem bereich mehr gemacht worden wäre. (ist mit 12 wochen natürlich schon schwierig)

wünsche euch noch weiterhin viele fortschritte!!!


LG
Hannnah
Gruß
Hannah mit Echo und Shirley im Herzen
http://zito-vom-greifenring.blogspot.com/

~that others may live~

28

Donnerstag, 3. Juli 2003, 14:31

Hi,

als "Mali-HF" kann ich Hannah nur zustimmen: auch meine Hündin ist Fremden gegenüber eher verschlossen, obwohl sie keine schlechten Erfahrungen gemacht hat. Sie zeigt keine Ablehnung aber eben auch kein Interesse. Ich denke, dass die Hunde von Ihrem ursprünglichen Aufgabengebiet her darauf gezüchtet wurden, Fremde einfach zu ignorieren und ihrer Arbeit nachzugehen. Im engen Belgien waren nunmal immer auch fremde Personen unterwegs und dadurch durfte die Arbeit nicht vernachlässigt werden. Sogar eher das Gegenteil ist der Fall: Fremde waren nicht selten potentielle Schafdiebe, die es sogar auf Distanz zu halten galt. Bei meiner Hündin gilt das Desinteresse auch für andere, fremde Hunde; selbst während der Läufigkeit hat sie keinerlei Interesse an fremden Rüden.
Aus meiner Sicht ist dies aber kein Nachteil, weder im normalen Leben noch in der RH-Arbeit. Warum soll der Hund jederman Freund sein?
Gruß jag

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »jag« (3. Juli 2003, 14:33)


29

Donnerstag, 3. Juli 2003, 16:56

Hallo Robert,

scheinst Dich im Bereich der Zucht sehr gut auszukennen. Solltest es Dir trotzdem ansehen.

Stimme Hannah in dem Bereich der Zurückhaltung zu. Habe mittlerweile den 5ten Belgier und 3 Herder von klein auf. Die Übernahme eines Belgiers oder eines Herders in der 8 Woche birgt für uns immer das Risiko, dass der Hund sich zu diesem Zeitpunkt gut oder schlecht zeigt. Die Hunde werden bis zu 10 Woche trieblich gefördert und dann fallen ab der 6 Wochen die Entscheidungen, wer für die Arbeit in unserem Bereich geeignet ist und wer nicht. Um die 68% aus den Würfen sind geeignete Hunde für unsere Arbeit und davon werden 94% nicht nur für einen Bereich ausgebildet, vielmehr muß für uns eine duale Verwendbarkeit möglich sein. Der Anspruch ist hoch und wer sich nicht mit den Rahmenbedingungen befasst hat, der kann an dieser Stelle auch nicht mitreden.

Gesundheitliche Ausfälle liegen bei weniger als 10%. Private Züchter sagen, dass ein Drittel ihrer Hunde aus einem Wurf krankheitsbedingt auffällig werden.

Welcher Züchter befasst sich den ganzen Tag mit seinen Welpen und bietet ihnen immer wieder neue Situationen an. Schau es Dir zuerst an, bevor Du anfängst zu urteilen. Der Anspruch ist sehr hoch und das nicht jeder der Hunde diese Hürde überspringen kann, sollte eigentliche auch einleuchtend sein.

Grüße

Boxer
Grüße
Holmes


Die meisten Leute arbeiten an Eiligen Dingen, nicht an den Wichtigsten
(Donald Rumsfeld)

WestLaekenteam

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JerryLee« (3. Juli 2003, 16:57)


30

Donnerstag, 3. Juli 2003, 18:17

Ich habe nie gesagt, dass ein Züchter den ganzen Tag bei seinen Welpen verbringen soll, aber ich finde es schrecklich, wenn diese sich selbst in einem Zwinger überlassen werden.

Außerdem scheinst du Argumente gerne zu überlesen und ich denke wir haben hier sehr sehr andere Ansichten.
Führst du einen RH?

Ich würde einen Welpen nur bei einem Züchter kaufen, der auf Sozialisation und Prägung großen WErt legt, der die Welpen stimuliert und sie so optimal auf die Welt vorbereitet. Gerade bei der frühen Bekanntmachung mit leichten Stressleveln haben Tests eindeutig bewiesen, dass solche HUnde auch in ihrer Arbeitskarriere viel erfolgreicher sind.

Robert, der viele Züchterfreunde hat, die ihre Welpen nicht im Zwinger verdeppern lassen

Tervi

JUH Rettungshunde

Beiträge: 359

Beruf: Steuerfachangestellte

  • Nachricht senden

31

Dienstag, 8. Juli 2003, 21:11

@Robert,

ich muß auch den anderen Recht geben. Wir haben auch noch einen Mali zuhause, und er war als Welpe und Junghund auch sehr zurückhaltend, ja fast ängstlich gegenüber anderen Menschen. Mittlerweile ist er 3 Jahre alt und es ist nahezu weg. Ich glaube auch, daß nicht die LPS dafür verantwortlich gemacht werden kann. Ich kenne die LPS einigermaßen gut (ist bei uns in der Nähe) und habe mir auch meine Meinung vorher eingeholt. Was ich toll finde, daß die Welpen bereits gefördert werden. Z.B. Gerätearbeit, Lärm etc. Es wird sich meiner Meinung nach gut um die Welpen gekümmert. Meine Tabi ist vielleicht einfach ein Tick sensibler als die anderen Babys gewesen.

Aber wie ich schon erwähnt habe, ist es wesentlich besser geworden. Ich bin der Meinung, daß es auch bei Hunden unterschiedliche Hundekarakteren gibt. Die einen lieben Menschen, wollen schmusen bis zum Abwinken. Dann gibt es welche, die brauchen das einfach nicht. Mit 5 Minuten kuscheln sind sie vollstens zufrieden. Aber das auch nur mit dem eigenen Herrchen oder Frauchen. Tabi ist eine davon. Manchmal, aber wirklich nur manchmal kommt sie selbst zu mir um zu kuscheln. Den Kopf ein bisschen tätscheln und dann ist auch schon wieder gut. Ich mußte mich erst einmal daran gewöhnen. Wo doch mein Puschel von der ersten Sorte ist, und nicht mit Schmusen aufhören kann!

Liebe Grüße
Tervi
Liebe Grüße


Bettina mit Feivel und Raja,
Tabea und Rocky im Herzen


Thema bewerten