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Freitag, 25. Juni 2010, 14:17

Dringend: hündische Blutspender gesucht

Mit der Bitte um Verbreitung aus einem anderen Forum:

Zitat

Liebe Foris,

wie einige von euch wissen arbeite ich in der Kleintierklinik in Berlin. Zurzeit haben wir ein ganz großes Problem, um es auf den Punkt zu bringen, unsere Blutbank ist absolut leer. Sämtliche Hunde der Tierärzte und Studenten die zur Blutspende zur Verfügung stehen haben schon gespendet und wir brauchen dringend Blut. Akut haben wir einen Hund hier der in die Bauchhöhle blutet und dem wir die letzten Konserven gegönnt haben, aber es könnte jederzeit sein, dass er wieder transfundiert werden muß. Außerdem haben wir noch drei weitere Hunde stationär, die zwar derzeit einen stabil (schlechten) Hämatokrit haben, aber jederzeit abfallen können und dann auch transfundiert werden müssen.
Was wir suchen:
Einen bis mehrere Blutspender hier aus Berlin die auf Abruf bereit sind, falls wir diese Nacht oder morgen über Tag oder in der Nacht von Sonntag auf Montag Blut brauchen.

Jeden der bereit ist Blut zu spenden und nächste Woche nach terminlicher Absprache reinkommt und im normalen Blutspendedienst zu spenden bereit ist. Das gilt an dieser Stelle auch gerne für Katzen, da sieht es nämlich auch mau aus.

Wer kann Blut spenden?
Alle klinisch gesunden Hund ohne bekannte Organveränderungen. Mindestgewicht 20 kg, Alter von 1 bis 9 Jahren. Sie dürfen nicht im Ausland gewesen sein (Stichwort Reisekrankheiten).

Ist das gefährlich für meinen Hund? / Wie läuft das ganze ab?

Ihr kommt mit eurem Hund rein, es wird Blut abgenommen für eine Standard-Blutuntersuchung (Blutbild und Blutchemie) und eine Allgemeinuntersuchung durchgeführt (für euch völlig umsonst). Ergeben sich hierbei keine Auffälligkeiten, dann wird an der Halsvene (hört sich schlimmer an als es ist) eine entsprechende Blutspende abgenommen, die sich nach dem Körpergewicht eures Hundes richtet. Es besteht also nicht die Gefahr, dass zu viel abgenommen wird. Als Dankeschön erhaltet ihr einen Sack Futter (meistens von Hills). Euer Hund wird dabei nicht sediert oder in Narkose gelegt. Das klappt auch so.

Wenn ihr das also jetzt gelesen habt und entweder als Notspender oder als regulärer Blutspender (oder beides) zur Verfügung steht, dann meldet euch bitte per sms bei mir, Alice: und schreibt folgendes rein: Notfall oder regulär (also ob ihr auch z.B. Sonntag Nacht reinkommen würdet), Angaben zum Hund (Alter, Gewicht, Gesund, Kein Ausland) und euren Namen. Wir melden uns dann bei euch, entweder als Notfall oder ab Montag um einen Termin zur Blutspende auszumachen.

Ich frage auch wirklich nur hier im Forum, weil es WIRKLICH dringend ist. Bei Fragen könnt ihr euch auch gerne bei mir melden, am besten über Handy und am besten per sms, weil wir wahnsinnig viel zu tun haben und ich nicht weiß ob ich Zeit zum telefonieren oder zum Internet lesen habe.

Vielen vielen Dank schonmal und bitte auch diesen Thread hochschubsen, ich bin mir sicher, dass wir auf diesem Wege ein paar Blutspender.

Tausend Dank schonmal!!!!



Alice



Und 2. Post:




Die Blutspende läuft bei uns wie folgt ab: Ihr kommt mit eurem Hund der die vorgenannten Anforderungen erfüllt zu uns in die Klinik. Es folgt eine Allgemeinuntersuchung. Dann werden über die Beinvene ca. 2 ml Blut entnommen. Diese werden labortechnisch untersucht, d.h. es wird ein Blutbild und eine Blutchemie gemacht. Routinemäßig bestimmen wir einen Nierenwert mit, wenn gewünscht auch einen Leberwert. Außerdem wird die Blutgruppe bestimmt. Es gibt beim Hund sehr viele verschiedene Blutgruppen, aber relevant sind nur zwei und es wird unterschieden zwischen DEA1.1 negativ und DEA1.1 positiv (DEA steht für Dog erythrocyte antigene). Negativ ist besser geeignet, aber positiv geht auch.
Dann nehmen wir mit einer etwas dickeren Nadel an der Vena jugularis am Hals Blut ab. Der Hund liegt hierbei auf der Seite und der Besitzer ist, sofern er kein Problem mit Spritzen oder Blut hat, befindet sich am Kopf um den Hund ein wenig zu beruhigen. Am Hals wird eine kleine Stelle rasiert und das Blut in einem, wie aus der Humanmedizin bekannten Beutel, aufgefangen. Neben dem Blutabnehmer und den Festhaltern wird noch eine weitere Person benötigt die den Beutel schwenkt, damit das Blut nicht verklumpt. Außerdem ist der Beutel an einer Waage befestigt, damit wir jederzeit überwachen wie viel Blut entnommen wurde. Nach der Spende wird ein dicker Tupfer für einige Minuten auf die Einstichstelle gedrückt um ein Nachbluten zu verhindern. Dann gibt es eine dicke handvoll Leckerchen und ab nach Hause. Mit einem Sack Futter den sich der Besitzer unter den Arm klemmt. Wir füttern die Hunde bei der Blutabnahme selber nicht, damit es nicht zu Erbrechen während der Spende kommt. Wir empfehlen den Besitzern dann für den restlichen Tag dem Hund keine zu große Anstrengung zuzumuten und ausreichend Wasser und Futter zur Verfügung zu stellen. Mehr nicht. Am nächsten Tag ist alles schon wieder beim alten. Die Abnahme erfolgt nie in Sedation und auch nie in Spritzen. Anders ist das bei Katzen. Die werden sediert und da wir denen nicht so viel Blut abnehmen, ziehen wir es in Spritzen auf. Es wird danach allerdings auch in die normalen Blutspendebeutel überführt.
Die Menge des abzunehmenden Blutes wird nach dem Körpergewicht berechnet. Wenn man zum Beispiel 10 % vom Körpergewicht gefahrlos abnehmen dürfte, also von einem 20 kg Hund 200 ml, dann würden wir darunter bleiben, also irgendwas zwischen 150 und 180 ml abnehmen. Der Grund warum nur Hunde ab 20 kg spenden dürfen liegt nicht etwa darin, dass die anderen zu leicht sind, sondern an der Aufbereitung die der Entnahme folgt, das Blut muß zentrifugiert und die einzelnen Anteile getrennt werden. Weil wir nur einen sehr geringen Prozentsatz abnehmen, lohnt sich der Aufwand bei kleinen Rassen einfach nicht für den "kleinen Schluck" Endprodukt den wir dann zur Verfügung haben.

Wenn ihr noch weitere Fragen habt oder euch doch noch bei uns als Spender registrieren lassen wollt, dann meldet euch nach wie vor einfach bei mir. Einen Online-Link gibt es auch: http://www.vetmed.fu-berlin.de/einrichtu…unde/index.html

Nochmal ein dickes fettes Dankeschön an alle die sich hier so bereitwillig gemeldet haben und auch an diejenigen die weiter weg sind und jetzt nach Spendemöglichkeiten in ihrer Umgebung suchen. Danke für das große Interesse und die ganzen Schubser. Ich würde mich freuen, wenn in Zukunft der eine oder andere Spender vielleicht hier noch seine Erfahrungen mitteilt, damit diejenigen unter uns die noch zögern oder ein wenig ängstlich sind ihre scheu verlieren. Derzeit sind wir kein Notfall mehr, aber Blut brauchen wir trotzdem immer. Da wir das Blut aber auch nicht unbegrenzt lagern können, freuen wir uns auch über jeden Spender der erst in zwei Wochen, in einem Monat oder in einem halben Jahr spendet. Meldet euch einfach. Und wie gesagt, nochmal Danke an alle. Fühlt euch gedrückt und ich bin mir sicher, die Spenderhunde merken schon, dass sie da eine ganz großartige Leistung vollbracht haben.

So, die Klinik sagt auch nochmal herzlich Danke für das tolle Engagement. Sehr gerne könnt ihr den Blutspendenaufruf in anderen Foren, auf der Hundewiese, beim Geburtstag der Oma und wo euch sonst noch einfällt verbreiten, jeder Tropfen zählt

DANKE
Alice


Ich denke aber, generell ist es mehr als sinnvoll, seinen Hund (so er die Vorraussetzungen erfüllt) zum Spenden zu registrieren. Auch wenn Hund den Idealismus sicher nicht teilt, bekomme ich als Halter ein kleines Blutbild kostenfrei, ein nettes Dankeschön und bin ja vielleicht auch selber für den Hund auf Spenden angewiesen. Gerade bei Trümmerhunden ja nicht ganz unwahrscheinlich…

Hier geht’s allgemein: http://www.weissepfoten.de/HOS/blutdatenbank.htm oder bei den örtlichen Tierkliniken
Wenn einer alleine träumt, ist es nur ein Traum,
Wenn viele gemeinsam träumen, so ist das der Anfang,
der Beginn einer neuen Wirklichkeit

Don Helder Pessoa Camara

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Samstag, 26. Juni 2010, 23:43

Ich wohne ja etwas südlich von Hamburg, lasse meine Hunde aber immer in der Tierklinik in Lüneburg von den Doktoren Müller, Remien und Zimmermann behandeln.
Diese Tierärzte sind sehr gut und das sind mir die 50 Kilometer Autobahn (einfache Fahrt) wert.

Diese Tierklinik hat auch eine Blutbank und meine Hunde sind seit einigen Jahren Blutspender.
Ich fülle mit dem Blut meiner Hunde keine Blutbank auf, sondern stehe auf einer Liste als "Blutspender auf Abruf" bereit. Wenn Blut gebraucht wird, werde ich angerufen und fahre dorthin.
Gerade mein Füchschen ist sehr begehrt. Sie hat negatives Blut, das ist wohl nicht so häufig, alle anderen Hunde bei uns sind positiv.

ich kann mir dieser Werbung nur anschließen.
Es klappt zwar nicht immer, aber alleine meine Adele hat inzwischen schon 4 Hunden das Leben gerettet.
Gruß Wiesie


Wenn Du etwas wissen willst, frage stets einen Erfahrenen, nie einen Gelehrten! (Konfuzius) 8o


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Sonntag, 27. Juni 2010, 20:27

Ich habe Atze auch bei den Weißen Pfoten registrieren lassen....
Den ersten Post stelle ich auch gerne in meinem Forum ein
Liebe Grüße Steffi & Atze

4

Montag, 28. Juni 2010, 08:36

Bei den weißen Pfoten sind meine auch registriert, aber von dort habe ich noch nie eine Anfrage bekommen. Ich glaube, effektiver ist es, sich bei einem Tierarzt zu melden, der das macht.
Gruß Wiesie


Wenn Du etwas wissen willst, frage stets einen Erfahrenen, nie einen Gelehrten! (Konfuzius) 8o


5

Montag, 28. Juni 2010, 08:49

Ich auch nicht...
ich denke da wirst du Recht haben...wüsste im Mom nur nich welcher TA das in meiner Umgebung macht ? ?(
Liebe Grüße Steffi & Atze

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Montag, 28. Juni 2010, 11:16

Blutspender gesucht

Liebe Alice,



tut mir leid, dass wir in Hamburg wohnen. Berlin ist einfach zu weit. 3 unserer großen Hunde sind bereits registriert bei der Tierklinik Lademannbogen in Langenhorn und auf Abruf. Wir konnten bereits einem Ridgeback das Leben retten, indem wir zeitnah Blut gespendet haben. Ich glaube, das Problem ist bundesweit in unterschiedlichem Ausmaß vorhanden. Hier muss echt eine Lösung her.



Freundliche Grüße



Gerrit Dieckman

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Dienstag, 6. Juli 2010, 14:48

Liebe Alice,



kleine Ergänzung:



Konnten gestern einem Dackel durch Blutspende das Leben retten.



Freundliche Grüße



Gerrit Dieckman

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