Hallo,
ich weiss ja nicht wie bei euch die Wälder aussehen, aber was ich so lese muss es ja unendliche Weiten wie in Kanada geben. Wat ihr alles so mitschleppt. Kompass ist gut aber ohne Karte wird es in der Wildniss echt schwer.
Für die San-Ausrüstung haben unsere Leute kleine Erste Hilfe Päckchen aus dem Fahrradbedarf am Koppel und ein Helfer ohne Hund geht mit dem San /First Responder Rucksack in den Wald. Wasser kann man in einer Wasserflasche 0,5l am Koppel mitnehmen. Am Einsatzfahrzeug sind 40l Trinkwasser für Hund und Mensch. Batterien sind toll aber meistens überflüssig weil gerade dann leer/überlagert. Wir geben Kopfleuchten und ein Reserve Akkupack am Fahrzeug aus. Diese werden durch den Gerätewart gewartet und mit inteligenten Ladegeräten geladen. Ersatzbekleidung verbleibt am Einsatzfahrzeug. Funke und GPS werden am Einsatzfahrzeug ausgegeben. Zur Ausrüstung die in der Einsatzbekleidung am Mann/Frau verstaut wird gehört Grundsätzlich: Puder (Talkum in Miniflaschen), Block, Stift, Knickleuchtstab zum markieren von einer Landezone für den Hubi, Taschenlampe, Traubenzucker, Trillerpfeife, Einweghandschuhe, Schutzbrille am Helm. Mehr wird nicht mitgenommen, denn es sind oft viele Kilometer die man laufen muss. Da bei uns die Waldstücke, Forstwald sind gibt es immer Waldwege die paralell rechts und links von den Teams, mit dem Fahrzeug befahren werden, so das ein Einsatzfahrzeug immer in der nähe ist. Macht auch Sinn wenn die Teams verlagert oder den Einsatz abrechen müssen. Ich spare mir dann den langen Rückweg zum Bereitstellungsraum. Das spart Kräfte für das nächste Gebiet. Sollte das Waldgebiet so gross sein (was ich noch nicht erlebt habe) das die Fahrzeuge nicht mitkönnen werden die Anlaufkoordinaten des Fahrzeugstandortes an die Teams übermittelt so das diese das Transportfahrzeug immer finden, auch für die Verpflegung. Sollte ein GPS ausfallen wird nach dem letzten Standort des Teams geschaut und dieses dann via Funke gelotst. Notfalls mit einschalten von Martinshorn in Intervallen. Bis jetzt hat noch jedes Team nach Hause gefunden.
Alle 15-20Min geben die Teams ihre GPS/Koordinaten durch so das man immer weiss wo diese gerade sind. Dann kann ich auf der Karte schauen / via Laptop wo z.B. Landemöglichkeiten für den Rettungshubschrauber / oder Anfahrtsmöglichkeiten für den RTW und NAW sind.
Genauso halten wir dann die Luftrambos mit Wärmebildkamera aus den Gebieten wo gesucht wird und konzentrieren diese dann auf andere Gebiete. Denn ein Hubschrauberniedrigflug über den Hundeteams macht keinen Sinn wenn die Witterung mal so ordentlich durchgemischt wird.
Gruss K9