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Montag, 8. Februar 2010, 08:44

Wer kann mir mal bitte ein paar tips geben?

Hallo an alle Trailer,

Ich hab da ein Problem; Wie kann ich Kreuzungen trainieren? :?:

Mir ist bei unserem Training aufgefallen, daß meine Dicke und ich ein paar Schwierigkeiten bei Kreuzungen haben. Ich hab noch nicht so richtig einen Plan, woran es liegt. Ganz sicher ist nur, daß ich die meisten Fehler mache. z.B. gestern im training hatten wir speziell Kreuzungen eingebaut, um diese ein wenig zu üben. Meine Dicke blieb stehen und ich also auch. Hatte versucht, ihr nicht zu helfen. Sie sollte das mal ganz allein versuchen. Aber irgendwie blieb sie weiter stehen und hatte sich nur umgeschaut, ka warum. also hab ich ihr den GA nochmal vor die Nase gehalten. Ich wußte bei der 1. Kreuzung, wo es lang ging. Nach einer Weile hab ich ihr geholfen. An der 2. Kreuzung wußte ich selber nicht, wo es lang ging. Wieder das selbe, stehenbleiben aber dieses Mal hat sie die Kreuzung selber etwas abgeschnüffelt. Da war es leider Gottes mein Fehler, ich hätte auf sie mehr achten sollen. Sie hätte den richtigen Weg gefunden. Also sind wir dank mir einen Umweg gelaufen. X(

Ich achte nächstes Mal mehr auf sie und ihre Körpersprache, was nich wirklich leicht ist.

Nun meine Frage; soll ich vor einer Kreuzung oder direkt auf einer Kreuzung (wenn kein Verkehr is) anhalten und den Hund arbeiten lassen? Und wie verhalte ich mich dabei? Ich möchte ihr so wenig wie möglich mit meiner Körpersprache helfen. Bin irgendwie etwas ratlos, was das Training an Kreuzungen angeht.

Hat da mal jemand ein paar Tips für mich, wie ich das besser machen kann, daß wir beide nicht ganz so ratlos sind? :?:

Wir machen auch jedesmal fotos vom Training, auf denen ich dann auch den einen oder anderen Fehler von mir selber sehe.

Sonst funktionieren die straßentrails, denke ich, schon recht gut. Wir üben auf jeden Fall weiter.

Ich hoffe, ich habe mein Prob halbwegs verständlich erklärt.

Ramona
Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk, das nicht minder bindende moralische Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft eines Menschen. Konrad Lorenz

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Montag, 8. Februar 2010, 10:23

Ich betrachte es mal aus einer ganz anderen Sicht.

Was nützt es dem Hund Strecke abzuverlangen, wenn eine Ausbildung von Details nicht funktionell vorbereitet ist.

Den Fokus des Hundes auf das zu legen, was er suchen soll, ist für mich der Punkt, den wir in jedem Training über bestimmte Trainingsaufbauten. Eine grundlegende Ausbildung erfolgt für uns erstmal in Feld-, Wald- und Wiesenbereichen. So kann der Hund sich mit dem befassen, was er überhaupt suchen soll. Hier kann recht deutlich dem Hund das Ziel vermittelt werden.

Zeigt der Hund anschließend nach einer recht aufwendigen Ausbildungsarbeit auf gewachsenen Böden auf, dass er sich über die für ihn interessanten Wildgerüche und sonstige Ablenkungen hinweg setzt, beginnt die Arbeit im Bereich des Stadtgebietes.

Für uns ergeben sich in der Arbeit recht viele Details, die wir in wieder kleinen Übungseinheiten, zum Beispiel mit dem Klären eines Starts oder dem Arbeiten aus einer Straßenzeile auf die freie Fläche; dem Hund vermitteln. Immer im vordergrund steht auch hier der Punkt der Fokussierung. Jede noch so auffällige Ablenkung hat der Hund zu ignorieren um sein Ziel erreichen zu wollen. Kreuzungen auszuarbeiten ist ein Punkt, der sich erst nach vielen Trainingseinheiten ergibt. Selbstständiges Arbeiten und das Führen des HF in solchen Aufgabenstellungen ist das Handwerk, was es zu erlernen gilt. Mir persönlich nützt es wenig, wenn ich den Verlauf des Trails kenne, mein Hund mir die Ausschlüße des Scents nicht anzeigt, die Körpersprache des Hundes aufgrund der gewählten Ausbildungsform schon schwer lesbar ist. Ich möchte dass mein Hund selbst bei einem nicht optimalen Verhalten von mir sich trotzdem gegen mich durchsetzt und nichts anderes mehr im Kopf hat als ans Ende zu kommen oder den Trailverlauf abgrenzt, da es Schwierigkeiten gibt, die erstmal nicht zu lösen sind.

Das Training einer Kreuzung ergibt sich bei uns aus dem Verlauf eines unter Motivation(Intensity) gesetzten Übungsverlauf. Die langen Trailverläufe mit den mannigfaltigen bewußten wie unbewußten Hilfen durch den wissenden HF sind für uns nicht zielführend und haben wir vor einiger Zeit aus unserem Ausbildungsrepertoire gestrichen. Der Hund soll sicher starten und mir zeigen wo der Scent ist, drum nutzen wir immer kleine Übungseinheiten um die Sicherheit des Hundes und des HF funktionell zu gestalten.
Grüße
Holmes


Die meisten Leute arbeiten an Eiligen Dingen, nicht an den Wichtigsten
(Donald Rumsfeld)

WestLaekenteam

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Montag, 8. Februar 2010, 19:58

hei,

das sich fortbewegen von a nach b bedarf keiner schwierigkeit, aber

wenns um entscheidungen geht, gehts nicht weiter?
wenn dein hund von kreuzung zu kreuzung zügig rennt und dann nicht weiterarbeitet, sondern auf hilfe wartet, habt ihr generell
einen fehler drin (und nicht nur auf kreuzungen bezogen). mindestens, dass du dem hund ein paar mal zu viel geholfen hast und
er sich nun darauf verläßt. wie schauts denn mit kleinen kreuzungen /wegegabelungen aus? selbiges problem? oder tritt das von dir geschilderte nur an der 2-spurigen hauptverkehrsstraße auf?

LG
Susanne
"Wer das Verhalten seines Hundes rechtfertigen muss, hat versagt."

4

Montag, 8. Februar 2010, 22:28

Erstmal vielen dank für die antworten.

wir machen unsere straßentrails noch nicht lange, waren vorher immer in wald und feld. das war jetzt erst unser 5. Trail im ort. das ist das 2. mal, daß es nicht richtig geht. ja, ich habs dann leider auch gemerkt, daß sie auf meine hilfe wartet. ich geh jetzt wieder einen schritt zurück und werde kreuzungen (richtige) erstmal nicht mehr nehmen, sondern eher die weggabelungen, um zu sehen, ob sie immernoch wartet.

die ersten 3 trails auf der straße sind echt gut gelaufen. auch die kreuzungen. habe sie da wirklich selber arbeiten lassen. das sind definitiv meine fehler. auch werde ich von der länge der trails wieder eine spur zurückgehen und das nochmal intensiver üben. ohne hilfen. sie solls allein schaffen. mal schaun, wie wir beide da weiterkommen. ich denke ich war da sehr aufgeregt. auch daran muß ich mehr arbeiten. "leider" war an dem tag auch sehr viel los, was wir das mal davor nicht hatten.wo wir die trail gelegt hatten waren kaum leute auf der straße, aber nach ner stunde sinds dann doch n paar mehr geworden. ich denke wohl, das war zu viel auf einmal.

ich werds sehen, wies läuft, wenn ich einen gang zurück schalte. und das genauere beobachten von ihr muß ich noch mehr lernen.

Ramona
Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk, das nicht minder bindende moralische Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft eines Menschen. Konrad Lorenz

5

Dienstag, 9. Februar 2010, 21:21

Hallo Ramona,

auch ich würde im Training wieder einen Schritt zurückgehen. Vielleicht habt Ihr die Möglichkeit, Kreuzungen in Wohngebieten zu üben, die relativ übersichtlich sind und evtl. auch von Hecken eingegrenzt. Auch würde ich nur eine Kreuzung trainieren. Mehr geht später immer noch. Wir bleiben vor Kreuzungen nicht stehen, sondern bleiben immer in Bewegung, da unsere Hunde dann die Möglichkeit haben, den Geruch neu aufzunehmen und in der Arbeit bleiben. Dabei geben wir allerdings keine Richtung vor, sondern es ist eher ein Drehen. Kann aber auch rassespezifisch sein, denn gerade Google dreht seinen eigenen Kreis und zieht dann aus dem Kreis heraus.

Als Methode kennen gelernt habe ich auch die Variante, den Hund am Halsband ein Stück in jede Straße hineinzuführen, zurück an den "Haltepunkt" und dann weitersuchen lassen. Viele nette Kreuzungen kurz hintereinander mit wenig Ablenkung finden wir in Kleingärtengebieten.

Viele Grüße

Ute

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