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Dienstag, 2. Februar 2010, 12:56

Negativ am Ende der Trail ?

Hallo nochmal,

habe da noch ne frage, die mich irgendwie beschäftigt. ich hoffe, ich kann das irgendwie verständlich beschreiben.

bsp.: wir legen eine trail durch die stadt. nur am ende steht nachher keiner mehr, weil dieser z.b. in einen bus oder so gestiegen ist.

das ist doch ein negativ oder? wenn ja, müßte mir der hund das dann am ende der trail doch anzeigen oder? und dann wird er von mir bestätigt. und danach gibts noch eine kurze positive trail, wenn ich das immer so richtig verstanden hab.?

wie verhält sich aber das beispiel in verbindung mit der differenzierung, d.h. am ende findet der hund nicht die vp, die z.b. in den bus gestiegen ist, sondern die nicht gesuchte person, die nur so mitgelaufen ist, z.b. als normale begleitung oder so.

das ist doch eigentlich auch ein negativ oder? ab wann kann man solche übungen mit einbauen? muß ich bei dem 2. bsp. auch noch eine kurze positive trail zur motivation machen? eigentlich schon, oder.?

das sind vielleicht für manche eindeutige sachen,oder komische fragen, aber sowas beschäftigt mich als anfänger noch. möchte bei solchen übungen oder eingebauten schwierigkeiten nix falsch machen.

lg ramona
Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk, das nicht minder bindende moralische Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft eines Menschen. Konrad Lorenz

2

Dienstag, 2. Februar 2010, 14:24

Hallo

das ist doch ein negativ oder? wenn ja, müßte mir der hund das dann am ende der trail doch anzeigen oder? und dann wird er von mir bestätigt. und danach gibts noch eine kurze positive trail, wenn ich das immer so richtig verstanden hab.?


Ja, das ist ein Negativ.

wie verhält sich aber das beispiel in verbindung mit der differenzierung, d.h. am ende findet der hund nicht die vp, die z.b. in den bus gestiegen ist, sondern die nicht gesuchte person, die nur so mitgelaufen ist, z.b. als normale begleitung oder so.


Wenn die nicht gesuchte Person am Ende steht, darf sie nicht angezeigt werden. Es bleibt ein Negativ.

das ist doch eigentlich auch ein negativ oder? ab wann kann man solche übungen mit einbauen? muß ich bei dem 2. bsp. auch noch eine kurze positive trail zur motivation machen? eigentlich schon, oder.?


Je nach Ausbildungsphilosophie und gewähltem Ausbildungsweg ist das verschieden.

Der Hund sollte erstmal verstanden habe, was er suchen soll. Wenn das geklärt ist, dann gibt es die Erfahrung zu dem Negativ. Es sollte ein deutlicher Unterschied nach dem Anriechen zu dem Verhalten eines positiven Starts sein. Ansonsten ist jede körperliche Einschränkung durch den HF nicht mehr zielführend. Das gleiche gilt dann für den Pick-up. Der Hund startet und zeigt den Negativ am Ende. Das heißt er bricht deutlich die Suche nach der Person ab und es wird auch keine andere Person aus Verlegenheit angezeigt.
Grüße
Holmes


Die meisten Leute arbeiten an Eiligen Dingen, nicht an den Wichtigsten
(Donald Rumsfeld)

WestLaekenteam

3

Dienstag, 2. Februar 2010, 14:55

hallo holmes,

vielen dank für deine erklärung. der hund darf aber die begleitperson abschnüffel, um zu zeigen, daß dies nicht die gesuchte person ist, oder? oder riecht das der hund vorher irgendwie schon? der hund darf die begleitperson nur nicht anzeigen.

übt man solche "besonderheiten" erst nach einen paar negativübungen oder kann man das schon nach differenzierungsübungen machen? ich hab mal irgendwo gelesen, daß man negative nicht so viel üben sollte. ist das richtig?

wir hatten erst eine negativübung bisher gemacht, die meine dicke sichtlich durcheinander gebracht hatte, aber es hat funktioniert. habe danach auch gleich noch ne positivtrail gemacht, die dann net ganz so gut gelaufen ist.

aber wir üben das wieder weiter, mit den negativ.

ramona
Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk, das nicht minder bindende moralische Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft eines Menschen. Konrad Lorenz

4

Dienstag, 2. Februar 2010, 15:43

Hallo,

vielen dank für deine erklärung. der hund darf aber die begleitperson abschnüffel, um zu zeigen, daß dies nicht die gesuchte person ist, oder? oder riecht das der hund vorher irgendwie schon? der hund darf die begleitperson nur nicht anzeigen.


Die Frage ist immer das Ziel. Um eine grundlegende Konditionierung legen zu können, würde mir beim Training die nicht zu suchende Person am Ende stören. Die Ausarbeitung am Ende ist schon recht interessant und kann durch die dort stehende Person behindert sein. Wenn der Hund sicher in der Aufgabe ist, dann erst interessieren mich die Ablenkungen, die ich nicht unbedingt kennen muss.

übt man solche "besonderheiten" erst nach einen paar negativübungen oder kann man das schon nach differenzierungsübungen machen? ich hab mal irgendwo gelesen, daß man negative nicht so viel üben sollte. ist das richtig?


Was wann wie geübt wird, hängt ganz von den Erfahrungen ab, die für ein bestimmtes Trainingsziel vorhanden sind. Persönlich lege ich sehr viel Wert auf den Fokus beim Verfolgen einer Spur. Die unterschiedlichen Spielarten sind erst interessant, wenn der Hund sicher etwas ausführt.

wir hatten erst eine negativübung bisher gemacht, die meine dicke sichtlich durcheinander gebracht hatte, aber es hat funktioniert. habe danach auch gleich noch ne positivtrail gemacht, die dann net ganz so gut gelaufen ist.


Es ist nicht sehr zielführend den Hund mit dem Negativüben sicher werden zu lassen. Wir selber sind eigentlich diejenigen, die dem Hund über unsere unbewußten wie auch bewußten Körperbewegungen das Vorhaben vermitteln. So kommt es recht häufig zu dem Phänomen, dass der Hund richtig reagiert, gerade wenn der HF es weiß. Man sollte sich nicht verleiten lassen, wenn es gut funktioniert.
Grüße
Holmes


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(Donald Rumsfeld)

WestLaekenteam

5

Dienstag, 2. Februar 2010, 16:30

hallo holmes,

werde es auf jedenfall berücksichtigen bei meinem training. und das mit der ablenkung laß ich lieber noch, bis wir beide sicherer sind. wir bleiben aber dran.

vielen dank.

ramona
Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk, das nicht minder bindende moralische Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft eines Menschen. Konrad Lorenz

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