Ich verstehe ja auch das du damit Geld verdienst es Leuten/Teams näher zu bringen, aber das hilft im Forum nicht ernsthaft weiter.
Falsch, mein Geld verdiene ich woanders mit. Und von mir habe ich an dieser Stelle in keinster Weise geschrieben. Ich kenne Deine Leistungsstand nicht. Was nützt es wenn Deine eigene Körpersprache den Hund zum Ziel bringt, dann funktionieren alle Übungen perfekt. Schaut jemand drüber und die Übungen sind gelegt, zeigt es sich erst was für Probleme sich aufgrund der Tipps ergeben haben. Für die grundlegende Ausbildung auf der Spur benötigt es einen langen Zeitraum. Das Fokussieren kommt nicht mit 2 - 6 Übungen.
Also wie geht es dann weiter? Will ja auch nicht Monate auf der Stelle trampeln.
Für mich geht es in jedem Training darum, dem Hund seine Konzentration und sein Interesse auf den Trail zu bringen. Wenn man mit ein paar Übungen und schönen Bildchen ManTrailing veranschaulichen könnte, wäre es hervorragend. Den Hund zu lesen bereitet schon so manchem Schwierigkeiten und was nützt es, wenn der interessierte Leser Ausführungen zu dem komplexen Bereich des Trailens nicht versteht.
Wie du schon schreibst, gibt es die unterschiedlichsten Methoden, was zielführend ist entscheidet jeder für sich allein. Deine Art mit dem Hund zu arbeiten ist nicht zu beurteilen. Wie ist Deine eigene Körpersprache? Was gibst du für bewusste oder auch unbewusste Körpersignale über die Leine an Deinen Hund? Wie selbstständig arbeitet Dein Hund?
Selbst wenn Du Dein Verhalten hier beschreibst nützt es jedem recht wenig. Multi-Person-Trail, Multi-Person-Cross-Trails, Split-Trails, einfache Line-ups sind alles Übungen, die in jedem Seminar eingebunden werden. Wie Du sie abarbeitest, ist eine ganz andere Angelegenheit. Weil das ist nicht zu kontrollieren und für mich ist es immer schade, wenn der Hund aufgrund der eigenen fehlerhaften Ausbildung für falsche Verhaltensweisen bestärkt wurde und diese nachhaltig in den Trainings aufzeigt. Man kommt in eine Sackgasse und wird das Trailen leid.
Aber alles was das beim Trailen auf ein zukommen kann kriegt man in einem Seminar nicht unter.
Dazu dient auch nicht ein Seminar. Wir nutzen schon seit einigen Jahren die Seminaren von amerikanischen Kollegen. Die Meinungen dazu sind unterschiedlich. Für mich sind die Trainingswochen ein hervorragende Reflexion eines kontinuierlichen Trainings und einer Ausbildungsstruktur. Selbst wie der Hund an seinen Aufgaben wächst, ist eine mehr als interessante Erfahrung, was ich nur sehen kann, wenn ich ihm nach ein und der selben Art und Weise Ausbildungslösungen vermittel. Was nützt es mir, meinen Hund nach den verschiedensten Vorstellungen der unterschiedlichsten Instruktoren zu verunsichern. Selbstständigkeit und Kontrollzwang hat eine Menge mit Begrenzung zu tun. Das eine will ich fördern oder wenn vorhanden nutzen. Das andere steht mir im Weg und spielt mir so manchen bösen Streich.
Immer wieder das gleiche zu tun, die Körpersprache des Hundes erkennen und daraus seine Schlüsse zu ziehen, dafür braucht man einen Ausbilder. Recht oft ist es so, dass man sich die Körpersprache nach gut dünken ausgelegt hat. Auf Verhaltensweisen wartet, weil aus Gesprächen , eigener Vorstellungskraft, eines Kundigen die Schlüsse gezogen werden müssen und der Hund die schon lange aufgezeigt hat. Wir sie gefließentlich übersehen, da uns niemand auf die Eigenheiten des Hundes, seiner Körpersprache, seinem Verhalten, seinem realistischen Ausbildungsstand, mögliche Fehler, Problemstellungen aufmerksam gemacht hat. Wir in einem Modus weiter trainieren und uns sicher fühlen, weil alles in Perfektion funktioniert.
Wenn für Dich Geruchsdifferenzierung in einem stark frequentierten Bereich, hier einem Zugang zu einem Supermarkt, keine Übungseinheit ist, dann frag ich mich, wie Du den Fokus deines Hundes auf die zu leistende Arbeit konzentrierst. Und wenn es bekannt funktioniert, dann lass es unbekannt für dich legen.
Es ist ein Forum und kann eine qualifizierte Ausbildung nicht ersetzen.