@ Gandalf
welcher Org gehörst Du an?
Dem THW.
Nach gemPPO verbleibend die Opfer bei der Trümmersuche (leider!!!!!!!) in den Verstecken, so daß man ein Kommando konditionieren muß für 'dieses Opfer hatten wir schon, such bitte ein anderes Opfer', mit der Folge, daß die Hunde recht schnell jedes Opfer nur einmal einzeigen....
Auch im Trümmereinsatz müssen die Opfer in ihrem "Versteck" meistens noch ein paar Stunden verharren (leider!). Ein anderes Kommando brauche ich auch nicht, da der Hund die schon abgearbeitete Fläche nicht erneut absuchen braucht - höchstens später mal, aber dann ist es auch wichtig, dass er mir die Witterung die er vorher hatte auch wieder anzeigt. Verstehe also den Sinn dieser Vorgehensweise nicht, da das Ergebnis ein Hund ist, den ich im Einsatz nicht gebrauchen kann (meine Meinung). Allerdings, das muss ich auch gestehen, ist es sicherlich der ideale Prüfungshund .
Nochmal: es geht uns darum mit dem Hund die Witterungsaustritte zu finden, nicht DAS Opfer! Das kann natürlich auch zufällig passieren, dass ich an der Stelle wo der Hund bellt auch das Opfer habe. Aber
davon kann ich in der Regel nicht ausgehen. Außerdem ist die Person noch lange nicht gerettet nur weil ich weiß wo sie ist

. Sie muss auch noch heraus geholt werden und hierfür sind eben u. a. auch die angezeigten Witterungsaustritte (wenn es denn überhaupt so viele sind - meistens ist man froh, überhaupt einen gefunden zu haben) eine wertvolle Hilfe.
Die Bestätigung mit der Beute hat auch seinen Grund. Sie kann punktgenau erfolgen und ist unabhängig von meiner Stimmung. Sicherlich kann sich der Hund auch über ein Lob oder auch nur einen entsprechenden Blick des Hundeführers freuen, aber das ist nicht das was ich mit meiner Aufbauarbeit beim Hund mit dem Beutestück erreichen wollte. Mal ein spontanes Beispiel: ein starker Raucher konnte wegen Zigarettenmangel den ganzen Tag noch keine rauchen. Da kommt der rettende Zigarettenautomat, er wirft das Geld hinein aber statt der erhofften Zigaretten kommt seine Freundin um die Ecke und will nett zu ihm sein. Das was sonst so toll ist, wird in diesem Moment aber kein Ersatz für ihn sein.
Außerdem möchte ich eine Bestätigung haben die möglichst unabhängig von äußeren Faktoren ist und ich möglichst zu jeder Zeit einsetzen kann - auch im Einsatz. Nach einer erfolgten Anzeige habe ich in der Regel keine Zeit lange mit dem Hund zu "spielen" und oft genug habe ich es erlebt, dass situationsbedingt ein kurzes Lob von mir sicherlich nicht so 'rüber gekommen wäre, wie der Hund es gewohnt ist. Da ist es schon hilfreich, wenn ich den Hund ablegen kann und er glücklich seine "Beute" hat.
Aber so muss eben jeder für sich und seinen Hund die praktikabelste Lösung finden und das Ziel dabei im Auge behalten.
Gruß
Sylvia