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Sonntag, 3. Januar 2010, 17:35

mt bei schnee und eis

hallo an alle hat jemand erfahrung mit mt bei minus themperaturen b.z.w. bei schnee und eis

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Sonntag, 3. Januar 2010, 21:49

Hallo Beni,

ich möchte zum Thema Schnee und Kälte ein paar Sätze schreiben.

In den vergangenen Jahren haben wir fast keine Möglichkeit ausgelassen um uns widrigen winterlichen Wetterverhältnissen zu stellen. Um unser Fazit auf den Punkt zu bringen: Es gibt keine nennenswerten grundsätzlichen Probleme bei der Suche in extremer Kälte (z.B. ein 24 Stunden alter Trail bei -15 Grad) oder bei Trails die im Schnee gelegt wurden. Auch Trails die vor stärkeren Schneefällen gelegt werden und auf die es dann 10 cm geschneit hat, wurden von unseren Hunden problemlos bewältigt. Die Erfahrungen unserer Staffel, decken sich dabei mit den Berichten andere Trailer.

Die Probleme denen wir unter winterlichen Verhältnissen begegnet sind, hatten nichts mit einer witterungsbedingten verminderten Rich- und Suchleistung zu tun. Zumindest nicht in der Form das die Kälte die Hunde am Riechen hindert oder etwa die Bakterien die den Geruch produzieren ihre Aktivität eingestellt hätten. Was aber sehr wohl eine Rolle spielt, ist das persönliche Empfinden der Witterungsverhältnisse. Hunde die sich in der Kälte nicht wohl fühlen weil sie z.B. frieren oder weil das Streusalz an den Pfoten schmerzt, können natürlich nicht die gewohnte Leistung bringen. Teilweise sind die Hunde durch die Kälte und den Schnee auch irritiert, weil sie diese Situation nicht ausreichend kennen. Hier kann man aber durch entsprechendes Training unter solchen Bedingungen oder durch simple Schutzmaßnahmen (Deckchen gegen die Kälte, Pfotenschuhe, Hirschtalg etc.) relativ einfach Abhilfe schaffen.

Da wir auf dem Kalender noch gut 2 1/2 Monate Winter vor uns haben, hoffen wir (die Autofahrer mögen es mir vergeben) auch in diesem Jahr noch weitere Erfahrungen sammeln zu können.

VG
Oliver

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Sonntag, 3. Januar 2010, 21:53

Hallo !
Also , mal abgesahen von diesem Jahr , blieb uns im Münsterland das Wintertraining erspart . Aber am Wochenende habe ich bemerkt , das meist eher die HF die Probleme haben ( eingefrorene Hände , Wasser(eis) ) , die Hunde eher bei Stadtübungen mit dem Salz , was zur Zeit echt in Massen auf den Straßen verteilt wird .
Bei meiner Frostbeule von Hund habe ich gemerkt , das ihm die Kälte während der Übung nix ausmacht , er liegt allerdings im Auto mit Mantel .
Ciao Claudia
Ciao Claudia
Sheila ( die ich nie vergesse ) und Lennox

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Montag, 4. Januar 2010, 21:31

Hallo,

ich habe was die Arbeit der Hunde bei Eis und Schnee angeht, andere Erfahrungen gemacht, als die von Oli geschilderten. Deswegen würden mich die Bedingungen, unter denen Oli gearbeitet hat, auch sehr interessieren.
@Oli: Kannst Du vielleicht genauere Angaben zu den äußeren Bedingungen machen?
z. B. bei dem 24 h Trail: hattet Ihr eine Schneedecke, oder war der Boden schneefrei?
Zu welcher Zeit wurde gesucht? Hattet Ihr Sonnenschein oder war der Himmel bedeckt?

Meine Erfahrung ist die, dass frische Trails auch bei deutlichen Minusgraden gut funktionieren. Bei alten Trails habe ich da andere Ergebnisse:

Ich will ein Beispiel geben:

Training mit Kira am 12.12.09
Alter des Trails: 23 Stunden
Gelände: Wald; zunächst auf befestigtem Weg; dann quer durch den Wald ohne Weg
Lufttemperatur zum Zeitpunkt des Suchbeginns: ca. 0° Tendenz fallend.
Zum Zeitpunkt des Legens hatten wir geringe Plusgrade (ca. +2°) gehabt.
Beim Legen lag kein Schnee.
Während der Liegezeit hatte es geschneit; das meiste war weggetaut.
Auffallend war, dass die befestigten Wege nahezu schneefrei waren, während auf dem Waldboden eine nicht ganz geschlossene Schneedecke nassen Schnees geringer Dicke vorhanden war.


Da ich regelmäßig Trails dieses Alters im Wald arbeite (Schwerpunkt ist hier der Übergang vom Weg runter in den Wald ohne Weg), weiß ich ziemlich genau, wie mein Hund unter diesen Umständen arbeitet.


Unter „Nichtfrostbedingungen“ ist Kira zuverlässig im Stande einen 24 h Trail quer durch den Wald zu verfolgen.

Bei dieser Übung war das nicht der Fall. Kira kam vom Ansatz weg, folgte dem Trail auf einem befestigten Waldweg (Wegstrecke: 330 m) bis zum Übergang in den Wald. Sie reagierte innerhalb von ca. 10 m auf das Ende des Trails auf dem Weg – kehrte um und suchte den Anschluss in den Wald. Sie hatte allerdings allergrößte Mühe, den Trail ab dieser Stelle zu finden. Ihr ganzes Suchverhalten deutete darauf hin, dass – wenn überhaupt - dann eine sehr „lückenhafte“ Geruchsspur vorhanden ist.
Letzten Endes haben wir uns bei dieser Übung „durchgewürgt“... (an der Sinnhaftigkeit einer solchen Übung kann man durchaus zweifeln. Wobei der Sinn aus meiner Sicht der ist, Erfahrungen darüber zu sammeln, wo die Grenzen liegen.)
Es gab Teilstrecken, wo Kira den Trail einigermaßen verfolgen konnte, aber es gab auch Abschnitte, wo sie abdriftete, lange erfolglos bögelte und letzen Endes durch eine Negativ-Anzeige deutlich machte, dass sie den Geruch nicht wieder finden kann.


Aus meiner Sicht gibt es keine andere Erklärung für die Schwierigkeiten, die mein Hund hatte, als die Wetterbedingungen. Ob der einsetzende Frost oder der Schnee oder beides das Problem waren, kann ich nicht sagen. Aber dass diese Faktoren keine Rolle gespielt haben, das schließe ich aus.


Viele Grüße
Renate

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Dienstag, 5. Januar 2010, 05:55

Das gleiche zeigt sich bei uns auch. Frische Trails sind nicht das Problem, obwohl stellenweise zu erkennen ist, dass es einen deutlichen Abriss gibt und der Hund mehr als sonst vom Scent wegarbeitet. Das Arbeitsverhalten selbst sich verlangsamt und die Hunde recht oft über die Körpersprache aufzeigen, dass sie sich orientieren.

Da es gerade bei diesen Witterungen recht große Unterschiede gibt, allein schon von der Schneekonsistenz her, sind die eigenen Erfahrungswerte zum einen Recht unterschiedlich und wichtig, zu sagen es gibt keine Probleme liegt mir fern. Für mich hat es den Anschein, dass sich der Scent recht schnell runter kühlt und dadurch die Zersetzungsprozesse nur noch im geringen Maße sich fortsetzen. Was das zu suchenden Geruchsbild einschränkt. Fußtritte interessieren den Hund weniger. Vielmehr versucht er den Scent abzugrenzen und entfernt sich weit von dem eigentlichen Laufweg. Das führt zu Einschränkungen, die man als Hundeführer kennen und erkennen muss.
Grüße
Holmes


Die meisten Leute arbeiten an Eiligen Dingen, nicht an den Wichtigsten
(Donald Rumsfeld)

WestLaekenteam

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Dienstag, 5. Januar 2010, 08:58

Super dieser Fred ...da ich mich auch schon gefragt habe wie erfahrenere Hunde im Schnee trailen....

Atze und ich sind ja noch sagen wir mal Anfänger...

und ich hab am Wochenende natürlich die Chance genutzt auf Schnee zu trailen , weil mich auch interessierte was passiert ...wie arbeitet er usw...

Wir haben insgesamt am Sa. 4 Trails gemacht...alle realtiv einfach und kurz..da ja ne neue Bedingung und vorher so nie gehabt...

Die erste auf Wiese ging fast komplett in die Hose...weil mein Hund bis kruz vorm Opfer (evtl.Witterung?) sehr deutlich nichts hatte...

Die 2. im Wald sah da schon besser aus...Abgang genommen Spur gefolgt Opfer gefunden...

die 3. hatte ich mit etwas Asphalt legen lassen....

Auf dem Aspahlt nichts...auf der Wiese bekam er wieder was....

die 4. war dann die beste...komplett nur auf Wiese...am Winkel hatte er die Trail verloren und hat 2-3x gekreist und sie wieder bekommen...trotz unbeabsichtigter Verleitspuren meiner Helferin ....

Ich hoffe das am nächsten WE auch noch Schnee liegt , da ich die Sache gerne noch mal machen würde und wenns geht auch noch danach...
Liebe Grüße Steffi & Atze

7

Dienstag, 5. Januar 2010, 12:29

Auch wir haben unseren Trailer ein Stück weit zurückgenommen. Wobei man sagen muss, dass er noch keine 24h-Trails hatte.

Anfänglich war er bei dem kalten Wetter etwas ratlos. Ab dem 3 Trail ging es besser. Schwerer fiel es ihm dann bei Tauwetter und dann wieder eingesetzte Kälte. Inzwischen macht er es ganz ordentlich und wir haben die Zeiten wieder auf ca. 12 h erhöht.

Aber auch ich muss mich da voll und ganz Freds Ausführungen anschließen. Ganz einfach ist die Sache nicht.
Solange der Mensch denkt Hunde hätten kein Gefühl,
fühlt der Hund, dass der Mensch nicht denkt.

8

Montag, 11. Januar 2010, 12:28

Am Sa.haben wir noch mal 3 Trails auf Schnee gemacht und ich muss sagen das klappt deutlich besser...sicher waren es nur einfache Trails aber man konnte schon einen Unetrschied feststellen...
Liebe Grüße Steffi & Atze

9

Dienstag, 12. Januar 2010, 13:40

Jepp. Bei uns auch. Klappt jetzt echt gut.
Solange der Mensch denkt Hunde hätten kein Gefühl,
fühlt der Hund, dass der Mensch nicht denkt.

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Freitag, 15. Januar 2010, 12:32

Da wir hier in Aachen auch Schnee haben, konnte ich auch Erfahrungen sammeln.
Suche von frischer Spur, kreuz und quer über Wiese und durch Wald, auch mit vielen Kaninchenverleitfährten, war gar kein Problem. Auch nicht Suche im Wohngebiet, bei frischer Spur.
Problem trat auf, bei 17 Std. alter Spur im Wald. Abgang an T- Kreuzung, dann nach ca. 30m auf Holzrückfahrspur und nach ca. 100m kreuz und quer durchs Unterholz.
Ansatz flott in richtige Richtung, Abgang auf Holzrückfahrspur auch schnell und dann ging es los:
Menschenspur nur noch so nebenher (Richtung stimmte die ganze Zeit), aber immer wieder Wechsel auf Wildspur(war im Schnee halt gut zu sehen). Habe ihn mehrfach stoppen müssen, da er diese Spuren gerne (da deutlich frischer als die Menschenspur ) genommen hätte.
Ich muss da mächtig an der Motivation bei älteren Spuren arbeiten.
Suchen an sich scheint aber kein Problem zu sein. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass er auf Schnee sogar schneller war, als wenn er über ein schneefreies Stück getrailt hat.
VG
Martina

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Samstag, 16. Januar 2010, 20:13

Hallo !
So , ich hatte heute auch mal das Vergnügen im Schnee zu trailen :D . ich muß ehrlich sagen , so eine kleine Memme wie ich an der Leine habe , dachte ich , das kann nix werden . Aber , der kleine Mann hats echt gut gemacht , wir sind Anfänger , also habe ich morgens erst mal nen Motivationstrail gemacht , der lief schon super , danach noch 2 , wo es mir einfach auf die Zeit ankam bzw. darauf , das mein Hund mal keinen mehr weggehen sieht . Alles lief bestens !
Ciao Claudia
Sheila ( die ich nie vergesse ) und Lennox

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Samstag, 23. Januar 2010, 08:34

Möchte auch gerne noch meine Erlebnisse vom letzten Sa.Training und damit das 3 Mal auf Schnee trailen mitteilen... ;)
Die erste ging quer durch Dornen (so das ein kurzer Stop sein musste da sich die Leine total verheddert hatte) machte aber Atze nichts aus....er suchte unbeeindruckt weiter...eingebaut war auch eine erste kleine Differenzierungsübung die er auch gut gemeistert hat, wo ich mich aber etwas im entscheidenden Moment ablenken liess :(
(ja ich arbeite dran)
die 2.Trail war 20. Minuten alt...ging auch super...

und die 3.war etwas länger wie gewohnt mit 3 Winkeln , Ansatz an einer Kreuzung im Wald mit frischer Verleitspur durch ein Pärchen die dort spazieren gingen und während der Trail noch eine Verleitspur durch ein Reh :D
da war ich echt gespannt, aber Atze hat sich dadurch nicht ablenken lassen und ist sicher am Opfer angekommen...
Also Fazit ich bin zufrieden.... :)
Liebe Grüße Steffi & Atze

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Samstag, 13. Februar 2010, 22:52

Hallo,

wir trailen schon den ganzen Winter mit 10 Teams, die jetzt seit Septmeber trailen, ganz nach dem Motto, Mantrailing ist nichts für Weicheier :-)
Meine Erfahrung ist, Hunde die vorher Fährtenausbildung genossen haben tun sich sehr leicht im Schnee und erstaunlich viele laufen ganz genau auf der Spur, bzw. in den Trittspuren. Im Vergleich kommt diese Gruppe mit Schnee im Wohngebiet besser voran, als die Anfänger ohne Schnee.
Wir trainieren immer am Abend und teilweise hat es bis -10° mit oder ohne Wind ( frische Spur < 15 Min.).
Wenn ich beobachte wie die Hunde im Winter auf Wildspuren reagieren, muß der Schnee doch ein recht guter Geruchsträger sein, oder?

Viele Grüße
Sandra

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