Häuser im Erdboden versunken
Erschienen am 18. Juli 2009
Nach einem Erdrutsch in Nachterstedt im östlichen Harzvorland werden drei Menschen vermisst. Es handelt sich um die Bewohner eines Doppelhauses, das am frühen Samstagmorgen aus bislang ungeklärter Ursache in einem See der früheren Braunkohleregion versank, wie eine Sprecherin des Salzlandkreises in
Sachsen-Anhalt sagte. Auch die Hälfte eines Mehrfamilienhauses sei eingestürzt.
Bei einem der drei Vermissten - ein Ehepaar und ein Mann - war unklar, ob er sich zum Zeitpunkt des Unglücks in dem Haus aufhielt. Nachterstedt liegt in der Nähe von Quedlinburg südwestlich von Magdeburg.
Ursache noch unklar
Bei dem Gewässer handelt es sich um einen Tagebau-See, der nach dem mittlerweile eingestellten Abbau von Braunkohle zurzeit geflutet wird. Die Ursache für das Unglück stand zunächst nicht fest. Heftige Regenfälle hatte es in der Nacht nicht gegeben. Deshalb wird ein Zusammenhang mit der früheren Braunkohleförderung angenommen.
Die meisten Bewohner im Urlaub
Aus dem zur Hälfte eingestürzten Mehrfamilienhaus wurde den Angaben zufolge niemand vermisst, die Bewohner sind überwiegend im Urlaub. Am Unglücksort sind zahlreiche Feuerwehren, das Technische Hilfswerk und ein Polizeihubschrauber aus Thüringen im Einsatz.
www.t-online.de