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21

Montag, 16. Februar 2009, 19:34

ach so....!!!!!

nochmal im ernst : eigentlich interessiert mich auch mehr wie ihr ausbildet (siehe fragen futter, sonde)
gruß hannes

Feenzauber

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22

Montag, 16. Februar 2009, 21:59

Auf welche Ausbildung speziel? Fläche, Trümmer, Lawine?

Aber ich nehme an Lawine! Wahrscheinlich bilden wir wie die meisten anderen aus. 1: Führersuche, offenes Loch 2: Führersuche, leicht geschlossenes Loch 3: Fremdperson kommt zum Führer dazu und rückt in den Vordergrund 4: Fremdperson, leicht geschlossenes Loch usw. usw. kleine Schritte !!!!!!!! NUR ÜBER SPIELTRIEB! Kein Futter!!

Zur Sonde ist zu sagen, wir nehmen sie her zum Stechen eines Geruchskanal, wenn der Hund anzeigt, um ihm eine Hilfestellung zu geben und sowie jeder andere bei Anzeigen eine Ortung durchzuführen! Wie werde ich wohl nicht erklären müssen, oder !?!?

LG Ein ÖSI-Klugsch...
Ziele ereichen durch "Motivation, Lernbereitschaft, Solidarität und Kampf"

23

Montag, 16. Februar 2009, 22:58

also nochmal auf die gefahr hin dass es nervt:

warum gebt ihr eine hilfestellung wenn der hund anzeigt? wenn der hund verwiesen hat wird bei uns ( bergwacht schwarzwald oder bergwacht allgäu) sofort sondiert um keine zeit zu verlieren. mit der sonde hast du ja auf jeden fall ein ergebnis pos. oder neg. d.h. der hund braucht eigentlich nicht noch mal angesetzt werden. braucht ja alles nur zeit....
ich nehm an ihr gebt die hilfestellung nur bei der ausbildung oder? im einsatz machts wenig sinn

du schreibst der hund soll keinen rucksack etc. verweisen.
bei uns muss der hund diese gegenstände verweisen, weil man 1. weiß dass jemand zu 99% drin liegt, 2. das die person meißtens in gerader fliesrichtung zu finden ist , das heißt man kann das primärsuchgebiet weiter einschränken, wenn ein gegenstand gefunden wurde.

gruß der andere kl .sch.

Feenzauber

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24

Dienstag, 17. Februar 2009, 17:50

Du nervst nicht! Anfrage! Wie viele Lawineneinsätze hattest du schon? ´Reine Neugier?

Ich sage nicht, er soll nicht einen Rucksack verweisen, sondern es ist nicht unbedingt notwendig, aufgrund Zeitersparniss. Das jemand zu 99% darin ist auch Richtig. Mit Fliesrichtung nicht mehr so!! Aufgrund der Kräfte was bei einer Lawine herrschen! Wenn der Hund auf der Lawine anzeigt, ist nicht gerade immer eine Sondiergruppe und Schaufler hinter mir oder dir oder dem HF. Daher muß ich sondieren, was gleichzeitig dem Hund die Chance gibt durch den gestochenen Kanal zielgerechter anzuzeigen! Natürlich darf man den Pieps nicht vergessen!! Vieleicht nicht überall so gehandhabt!

LG der Schluchtensch.... ;)
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25

Dienstag, 17. Februar 2009, 21:29

hi
zu deiner anfrage: mein neuer hund wurde letzte woche im allgäu geprüft
4 tage später mußte ich bei uns mangels weiterer lawhundeteams mit dem youngster in einsatz.
unklare lage, einfahrspur vorhanden, ausfahrspur unklar
hund super gesucht aber nix gefunden... ging auch nicht weil der typ sich nach ner stunde wohlbehalten aus dem tal gemeldet hat.. glück gehabt.

merci für deine antworten
mein hund wird auch nur mit beisswurst bestätigt, die lawhundestaffel allgäu bestätigt mit leckerlies , wie so oft : viele wege führen nach rom...

so das war wieder ein bisserl klugsch.. gell ralph?

lg hannes

Ralph Krauss

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26

Mittwoch, 18. Februar 2009, 11:13

Hallo Hannes,

Gratulation zur bestandenen Prüfung und zum ersten Einsatz.

Die Bestätigung der Hunde im Schnee ist mit beißwurst einfacher, weil sich das Teil mit Handschuhen besser händeln lässt als ne klemmende Tupperbox, die mit Fäustlingen bedient ihre Ladung im Schnee, statt im Maul des Hundes verstreut.
Dennoch ist die Bestätigung genauso variabel durchführbar wie in der Fläche oder in den Trümmern (wobei ich ein Beißwurstzerrspiel in Trümmern alles andere als schlau finde).
Wenn der Hund kein Beißwurst oder Ballspieler ist, dann eben mit Futter, aber mit Brocken und Behältnissen, die ich genauso zielsicher und schnell bedienen kann wie bei warmen Wetter ohne Handschuhe.




Generell arbeitet Hund vor der Sondiererlinie, die ja nur sehr langsam voran kommt. Somit hat er in der Regel gar keine Schnüffel-Sondier-Proben-Witterungs-Känale zur Verfügung. Wenn Hund eine Witterung unter Schnee anzeigt, dann lass ich ihn graben, unterstütze ihn mit der Lawinenschaufel, aber lasse ihn die Richtung immer wieder selbst bestimmen und grabe dann dort nach.

Ausserdem geht es um Minuten, das heißt wenn Hund sicher anzeigt, werde ich nicht anfangen minutenlang zu sondieren, sondern beginne unverzüglich zu graben. Wenn das Suchteam groß genug ist, dann können die den Umkreis um die Grabungsstelle des Hundes sondieren. Sollten sie dort eine Person spüren kann ich den Hund dort nochmal ansetzen und sehen, ober er intensiver anzeigt. Wenn er dabei eine Sondenloch nutzt dann ist das okay.

Sollte eine Sondiergruppe an anderer Stelle arbeiten und etwas aufspüren, dann kann man einen Hund an diese Stelle abrufen und suchen lassen.


Die Sondierungslöcher grundsätzlich als Geruchskanäle zu nutzen finde ich nicht sonderlich zielführend. Denn wenn im Stichloch menschliche Witterung verstärkt auftritt, dann habe ich mit dem Opfer schon irgendwo Berührung gehabt und bin aber nicht fit genug im Sondieren, weil ich es nicht wahrgenommen habe.




Thema Rucksack.
Jedes gefunde Kleidungsstück gibt Hinweis auf Anwesendheit und eventuelle Sturz-/Rutschrichtung der Person. Wobei die wenigsten Hunde nen Handschuh mit Trieb ausbuddeln werden, da dieser wesentlich weniger riecht als der Mensch. Nach Rucksäcken habe ich die Hunde schon mit vollem Trieb graben sehen. Klar ein Hund, der den Rucksack ausgräbt, ist augenblicklich raus aus dem Rennen. Aber dafür hat man ja ein paar mehr Hunde im Einsatz, als nur einen. Somit können diese weiter das Lawinenfeld absuchen. Denn die Suche endet erst, wenn die Grabmannschaft definitiv beim Verschütteten angekommen ist und ihn identifiziert hat. Wäre ja traurig, die graben nen Rucksack oder nen zweiten Ötzi aus, stellen währendessen die Suche ein und 50 m weiter erfriert/erstickt die tatsächlich gesuchte Person.
Wir bauen diese Bekleidungssuche sogar latent in die Flächenarbeit ein. In einem Einsatz fanden wir nen Pullover, der eindeutig dem Vermissten gehörte, direkt am Flussufer. Dreit Tage später tauchte die Leiche im 4 km flussabwärts liegenden See auf.

In der gemPPO-Prüfung liegen in der Fläche keine Verleitungen, also besteht auch nicht die Gefahr der "Fehlanzeige" und des Durchfallens. Somit dürfen unsere Hunde Rucksäcke und Kleidung anzeigen.





P.S. wer gerne im Tiefschnee trainieren möchte kann die nächsten Wochen zu uns kommen, wir haben seit vorgestern in unseren Trainingsgebieten reichlich davon.
Beste Grüße aus dem Allgäu

Quini, Arrow und Ralph

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Ralph Krauss« (18. Februar 2009, 11:42)


Feenzauber

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27

Mittwoch, 18. Februar 2009, 13:28

Gratuliere zu Prüfung :thumbsup: :respekt

Zu Ralph!

Ich teile deine Meinung vollkommend! Zum Thema Schnüffel-Sondier-Proben-Witterungs-Känale! Ich habe nicht behauptet das diese nur für den Hund sind! Von Minuten langem sondieren war auch nicht wirklich die Rede! Ich glaube, ich werde missverstanden!! :cursing: Aber egal! Der Weg ist das Ziel!

Neuschnee haben wir jetzt auch jede Menge!!!!!!! Lawienenwarnstuffe 4-5!!! In den letzten 4 Tagen 5 Einsätze!

Vieleicht hat wer Lust mitzumachen???
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Renate

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28

Mittwoch, 18. Februar 2009, 16:50



Hab versucht, ein Bild einzufügen, bin aber irgendwie zu unwissend dafür.
Klappt noch nicht ganz, mich in die Reihe der Klugscheißer einzufügen.

Hab auch nicht eure praktischen Erfahrungen mit der Lawinensuche, aber .....

schon mal ein Buch gelesen!

Und das kann ich allen, die sich für die Schneearbeit interessieren, nur wärmstens empfehlen!
Franz Heyer, Hunde gegen den weißen Tod.
http://www.amazon.de/Hunde-gegen-den-Wei…34956891&sr=8-1 derzeit drei Exemplare, gebraucht, 6,49 - 17,95 €

Viele Klugscheißerei erübrigt sich nämlich, wenn man dort all die vielen Beschreibungen der verschiedensten Lawinenunglücke liest, und über die Arbeit der Hunde, und die Zusammenarbeit der verschiedensten Einsatzmittel! Auch ein guter Theorieteil ist enthalten.
Jeder hier hat ein bißchen recht, und allzu starres Denken blockiert und kostet u.U. dem Verschüttenten das Leben.
Hätte euch gerne das Bild eingescannt, wie die Geruchsverteilung durch verschieden feste Schichten ziemlich abgelenkt werden kann, der Hund u.U. an einer ganz anderen Stelle zur ersten Anzeige kommt, so wie wir es ja auch von der Trümmerarbeit kennen. Und so manche Lawine war einfach dicker als eine Sondenlänge! Hunde waren in Einzelfällen in der Lage, Opfer bis in zehn Metern Tiefe zu wittern. Da hilft es sicher, parallel zu graben und zu sondieren und zwischendurch auch den Hund wieder anzusetzen.
Den Hund sauber auszubilden ist eins, aber schaden kann auch nicht, sich soviel Hintergrundwissen wie möglich anzueigenen und auch von den Erfahrungen der "alten Hasen" zu profitieren.

LG
Renate

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Renate« (18. Februar 2009, 17:06)


29

Mittwoch, 18. Februar 2009, 20:04

hallo ralph

da wär ich aber fast durchgefallen weil ich eben angefangen hab zu graben ohne zu sondieren . hab gedacht wenn der so gräbt (hund) dann liegt da einer auch drunter. lag auch einer aber:
orginalton . : du kannst nie wissen ob dein hund 100 % sicher anzeigt, deshalb 2 min sondieren und dann erst graben! graben bindet einfach kräfte, die nur bei sicherer sondierung eingesetzt werden sollten.

hat mir eigentlich eingeleuchtet.
f
eenzauber: hab natürlich lust, wenn du mir ein paar stunden vor dem jeweiligen einsatz bescheid gibst, bin ich zur stelle. .... 8|


renate: habs bestellt..

gruß hannes

Feenzauber

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30

Donnerstag, 19. Februar 2009, 19:50

Hallo Zusammen!!

@Renate: Guter Tip! Werde ich mir besorgen!

@Bergwichtel: Den Fall hatte ich auch schon mal!!!! Nur 2Minuten wurden nicht vorrausgesetzt! Ansondieren und Sonde stecken lassen, bei Fund! Auch wenn Hund noch gräbt.

Vieleicht sieht man sich mal!!! ;)
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Renate

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31

Montag, 23. Februar 2009, 22:34

Suchen und Anzeigen von Gegenständen ?

Hallo,

Ich nochmal wieder mit neugierigen Fragen - weil sich hier schon ein paar Profis zu Wort gemeldet haben, die vielleicht antworten können, und weil mich die Hintergründe ehrlich interessieren:

Was machen die geprüften Lawinensuchhunde im Sommer? Ich nehme an, sie werden auch für die Flächen- oder Trümmersuche ausgebildet?

Suche und Anzeige von Gegenständen scheint in unterschiedlichem Maße in die Ausbildung integriert zu sein. Feenzauber schreibt die rein personenbezogene Ausbildung, Franz Heyer beschreibt eine Ausbildung, die überwiegend über Gegenstandssuche aufgebaut wird, Bergwichtel schreibt, daß Gegenstände angezeigt werden MÜSSEN, und Ralph - schreibt von allem was. Daß da sogar Gegenstände in der Fläche verwiesen werden.
Ich hab ja schon früher geschrieben, daß ich Gegenstandsuche auch im Schnee gerne als Suchspiel betreibe. In der Rettungshundeausbildung "bei uns" ist sie kein Thema. Daher achte ich sehr drauf, nichts zu vermischen. Einfach aus dem Grund, daß va. in der Trümmerarbeit Gegenstände nicht verwiesen werden dürfen.

Würde mich SEHR freuen über weitere Einblick in die verschiedenen Ausbildungsrichtungen 8)

LG
Renate

Ralph Krauss

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32

Dienstag, 24. Februar 2009, 10:26

Also nochmal vereinfacht:

Suche im Schnee ob Lawine oder Schneefeld mit Höhlen ist für den Hund ne ganz einfache, schnell zu erlernende Spaßsache (Hut ab jedoch vor der Ausbildung zum Bergwachtmitarbeiter), vorausgesetzt der Hund ist wintertauglich und kann ohne Leibchen und Mäntelchen arbeiten.
Die Hunde, die bei uns im Winter und bei Schnee (Allgäuer Schnee) die Nasen-Arbeit anfangen starten schneller durch, als Frühjahrs- oder Sommer-Anfänger.

Fläche und Trümmer hingegen (wenn wir mal MT und Leichensuche aussen vor lassen) sind zwei total verschiedene Geschäfte, die Hunde schon beim Einschalten oder Ansetzen (z.B. mit oder ohne Kenndecke) so sauber unterscheiden, daß ein Hund der in der Fläche Kleidungsstücke verweisst in den Trümmern dies nicht tut. Sauberer Aufbau vorausgesetzt.

Sowohl im Schnee, als auch in der Fläche geben uns aufgefundene, identifizierbare Kleidungsstücke wertvolle Hilfen. Und da in der gemPPO keine Verleitungen in der Fläche vorgesehen sind, schadet die Ausbildung auf Kleidungsstücke auch keinem Prüfling.

Außer Ihr habt ne Staffel, die immer auf Müllkippen oder in den zweifelhaften Ecken von Stadtparks suchen muss und deren Hunde alle alten Klamotten oder Behausungsgegenstände von Nichtseßhaften anschleppen/anzeigen würden.





Was Lawinenhunde im Sommer machen? Das frag ich mich auch manchmal. Ich nehme mal an daß die richtigen RH-Freaks Ihren Hund parallel in der Fläche oder den Trümmern ausbilden und dann auch einer Staffel nach einer anerkannten PO geprüft zur Verfügung stehen (siehe Bergwichtel).

Von anderen vermute/weiß ich, daß sie ausser Lawinenprüfung nix machen, oder vielleicht eine sagen wir mal "Leistungsüberprüfung Gebirgsflächensuche" absolvieren, die in meinen Augen soviel gilt wie eine staffelinterne Vorprüfung (nämlich gar nix, um so schlimmer wenn eine eigentlich der gemPPO zugehörige Org oder Staffel dies macht). Diese Hunde sind nach Org-Vorgaben schlichtweg ungeprüft, aber das war ja ein anderes Thema. ^^
Beste Grüße aus dem Allgäu

Quini, Arrow und Ralph

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